Reden ist Silber, Schweigen ist Gold – oder doch nicht?

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Richtige Kommunikation will gelernt sein - auch in einer festen Beziehung. Erfahren Sie wichtige Punkte für ein harmonisches Miteinander: Wie formulieren Sie Ihre Wünsche? Wie streiten Sie konstruktiv? Wie reden Sie ohne Worte?

Wir haben uns nichts zu sagen. Worüber sollen wir reden? Nicht selten stehen Paare nach langen Beziehungsjahren an diesem Punkt der eingeschlafenen Kommunikation. Wie finden Sie den Weg aus dieser Falle des Schweigens? Wo ist der Unterschied zwischen nicht miteinander reden und sich auch ohne Wort zu verstehen? Warum ist Kommunikation mehr als nur Worte tauschen und welche Regeln gilt es für ein harmonisches Miteinander zu beachten?
 
Partner müssen kommunizieren
In der ersten Zeit des Kennenlernens, wenn die Schmetterlinge im Bauch wirbeln, können Mann und Frau stundenlang miteinander reden. Sei es bei einem Gläschen Wein im Sonnenuntergang, im Bistro um die Ecke oder beim täglichen Abschied – die Zeit scheint immer zu kurz für die vielen großen und kleinen Dinge, die es noch auszutauschen gilt. Wie anders sieht es nach vielen Jahren in einer routinierten Beziehung aus: Die Kommunikation beschränkt sich auf die Organisation des Alltags, Neuigkeiten werden kurz und schnell berichtet, es wird über Dinge aber nicht über Gefühle gesprochen. Gerade letzteres ist jedoch besonders wichtig, um den Partner an der eigenen Welt teilhaben zu lassen. Nehmen Sie sich Zeit, reden Sie nicht nur über etwas, was passiert ist oder erledigt werden muss sondern teilen Sie Ihrer Familie auch mit, wie Sie sich dabei fühlen, was Ihnen Angst macht, worüber Sie sich freuen, welche Hoffnungen Sie hegen. Gehen Sie aktiv auf Ihren Partner zu und fordern Sie von ihm genau diese Blicke in die Seele auch ein – holen Sie sich ein kleines Stück der ersten Verliebtheit zurück!
Das schönste am Streit ist die Versöhnung
Nicht immer ist alles eitel Sonnenschein. Ohne reinigendes Gewitter kämen wir nie in den Genuss der klaren Frische. Wichtig bei jedem Streit in der Partnerschaft ist eine anschließende Versöhnung. Lassen Sie Ihren Ärger nicht überhand nehmen und besinnen Sie sich auf Ihre Gemeinsamkeiten: gleiche Ziele, gemeinsame Kinder, identische Hobbys und Vorlieben. Damit Streitgespräche nicht verletzen und erniedrigen sondern für beide Seiten zu einer konstruktiven Problemlösung führen, sollten sie folgende Fakten berücksichtigen:

  1. Ich-Botschaften
    „Du kommst schon wieder zu spät!“ greift Ihren Partner an, ein „Ich hätte gern mit Dir zusammen gegessen“ zeigt Ihre Wünsche auf. Reden Sie von sich, von Ihren Bedürfnissen und Ihren Hoffnungen. Vermeiden Sie Vorwürfe und Aussagen mit „Du“.
  2. Konkrete Sachverhalte
    „Immer gehst Du laufen, wenn es problematisch wird!“, mag zwar stimmen, bringt aber nicht den konkreten Sachverhalt auf den Punkt. „Ich hatte mich gefreut, heute den Abend zusammen zu verbringen.“, ist ehrlich, vorwurfsfrei und fordert eine Stellungnahme auf freundlichere Art ein.
  3. Aktuell bleiben
    „Damals hast Du auch…“ verhindert den Blick nach vorne. Beheben Sie Konflikte zeitnah und verzeihen Sie. Setzen Sie Haken unter die Geschichten von gestern und seien Sie offen für eine gemeinsame Zukunft.
  4. Sachlich bleiben
    „Na klar, der Herr ist müde und abgespannt vom stressigen Job und kann jetzt nicht den Tisch abräumen.“ tropft vor Ironie und Satire. Beides verletzt und gehört nicht eine harmonische Beziehung. Reden Sie so mit Ihrem Partner, wie Sie von ihm angesprochen werden möchten und zeigen Sie mit: „Ich weiß, dass Du müde bist, aber kannst Du mir trotzdem kurz helfen?“, Verständnis.
  5. Zuhören
    Halten Sie auch im Streitgespräch den Augenkontakt und lassen Sie den anderen ausreden. Dies ist zum einen ein Akt der Höflichkeit, zum anderen nehmen Sie nur so auch die unterschwelligen Botschaften zwischen den Zeilen wahr und können darauf reagieren.

Kommunikation ist mehr als nur Worte
Zum Kommunizieren gehören Worte, aber nur durch Gesten und Mimik ergibt sich ein komplettes Gesamtbild. Gerade in dieser Kommunikation ohne Worte liegt der große Unterschied zwischen Paaren, die keine Worte füreinander finden und Partnern, die sich ohne Worte verstehen. Letztere kommunizieren sehr wohl miteinander – nur nicht verbal. Dieses Schweigen ist beredet, beruht auf jahrelanger Kenntnis und Vertrauen und ist Zeichen einer tiefen harmonischen Beziehung. Auch wenn es viele Situationen gibt, in denen diese Menschen nicht miteinander reden mRichtige Kommunikation will gelernt seinüssen, wird der Alltag von vielen kleinen Gesprächen und einem intensiven Austausch der Gefühle geprägt sein.
 
In Beziehungen, in denen nicht mehr wirklich kommuniziert wird, fehlt diese tiefe Bindung und wenn es zum Schweigen kommt, entsteht ein belastendes Gefühl der Ruhe. Der Austausch der Gedanken und Gefühle rein über Mimik und Gestik fehlt, das Schweigen ist unangenehm. Paare in solchen Situationen vermeiden entweder Gelegenheiten, die zu Momenten der Stille führen könnten – Essen zu Zweit, romantische Spaziergänge – oder füllen diese Momente mit bloßem Reden über Belanglosigkeiten. Steuern auch Sie auf diesen Zustand zu, leiten Sie Gegenmaßnahmen ein: Besinnen Sie sich auf früher, unternehmen oder planen Sie etwas gemeinsam, tauschen Sie sich über Ihre Hobbys aus, lassen Sie Ihren Partner Teil an Ihrer Gedanken- und Gefühlswelt haben.
 
Weitere Infos, insbesondere zu der unterschiedlichen Kommunikation von Männern und Frauen, erhalten Sie unter http://christian-sander.net/index.php/die-wahrheit-ueber-maenner.

Pressekontakt: 

Aufgesang Inbound Marketing GmbH
Braunstraße 6A
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Kathleen Tropberger
info@aufgesang.de

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